Unternehmen und Betreiber von Ladestationen spielen eine entscheidende Rolle bei der Umstellung auf nachhaltige Mobilität

Eine aktuelle Studie von EVBox zeigt, dass potenzielle Käufer von Elektrofahrzeugen befürchten, ihr Fahrzeug nicht schnell genug oder nicht jederzeit aufladen können. Der Ausbau der Schnellladeinfrastruktur ist wichtig, um diesen Befürchtungen entgegenzuwirken. Außerdem zeigt die Studie, dass künftige Fahrer von Elektroautos zunehmend erwarten, dass Unternehmen und Arbeitgeber ihre Flotten elektrifizieren und ihr Angebot an Ladestationen vor Ort erweitern.

München, 22. Juni, 2022 — Sollten Unternehmen Elektroautos anbieten, wenn Mitarbeiter einen Dienstwagen wählen können? 57 Prozent der europäischen Bürger beantworten diese Frage mit einem klaren ja. Dem stimmen auch potenzielle (73 Prozent) und aktuelle Elektroautofahrer (71 Prozent) zu.

Das sind einige der Ergebnisse der diesjährigen Ausgabe des EVBox Mobility Monitors. Dieser Marktforschungsbericht entstand in Kooperation mit Ipsos und behandelt die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen. Die Studie stützt sich auf die Antworten von über 4.000 befragten europäischen Bürgern aus vier Ländern: Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und dem Vereinigten Königreich.

EVBox Mobility Monitor 2022
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EVBox Mobility Monitor 2022

Gestiegene Verantwortung von Unternehmen und Arbeitgebern für die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur

Fast sechs von zehn potenziellen deutschen E-Fahrern geben an, dass das Angebot von Elektroautos zukünftige Arbeitgeber attraktiver machen würde. Dieser Prozentsatz ist im Vergleich zu den Ergebnissen des EVBox-Mobility Monitor 2020 von 48 Prozent auf 56 Prozent gestiegen.

 

Immer mehr deutsche Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass Unternehmen Elektroautos als Teil ihrer Dienstwagenpläne anbieten. Diese Erwartung ist im Vergleich zu 2020 bei den Befragten aus der Allgemeinbevölkerung (19 auf 54 Prozent) sowie den potenziellen E-Fahrern (31 auf 74 Prozent) deutlich gestiegen. Bei den aktuellen E-Fahrern ist ebenfalls ein leichter Anstieg (57 auf 66 Prozent) zu erkennen. Darüber hinaus erwarten die befragten E-Fahrer der vier Länder, dass ihre Arbeitgeber die Kosten für das Aufladen des Firmenwagens am Arbeitsplatz (70 Prozent) und zu Hause (60 Prozent) übernehmen.

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Rund ein Drittel der E-Autofahrer vermissen Lademöglichkeiten an ihrem Arbeitsplatz

Das Laden am Arbeitsplatz wird von vielen Befragten gewünscht. Dennoch geben im Durchschnitt nur 32 Prozent der befragten aktuellen E-Fahrer an, immer ausreichend Ladeanschlüsse zur Verfügung zu haben. 34 Prozent der europäischen Befragten laden ihr Fahrzeug am Arbeitsplatz. Vor allem britische E-Fahrer laden am Arbeitsplatz (40 Prozent*), gefolgt von Niederländern (38 Prozent*) und Franzosen (33 Prozent*), während die Zahl der deutschen E-Fahrer am niedrigsten ist (27 Prozent*).

 

Ein Anreiz, mehr Ladeanschlüsse am Arbeitsplatz zu installieren, könnte politischer Natur sein. Fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung (43 Prozent) vertritt die Meinung, dass ihre Regierung zukunftsorientierten Unternehmen, die ihren Mitarbeitern E-Fahrzeuge anbieten und/oder ihren Fuhrpark elektrifizieren, mehr Steuervorteile gewähren sollte.

Schnelles Laden als Schlüsselfaktor für die Einführung von Elektroautos

Schnelles Laden ist ein Schlüsselfaktor für die Akzeptanz von Elektroautos, und die Nachfrage steigt – 36 Prozent der deutschen Bevölkerung und 62 Prozent der deutschen potenziellen Fahrer von Elektroautos würden (früher) auf elektrisches Fahren umsteigen, wenn es mehr ultraschnelle Lademöglichkeiten entlang der Straßen gäbe. Viele finden nach wie vor, dass der Ladevorgang bei Elektroautos zeitaufwändig ist.

 

Schnellladegeräte verkürzen die Ladezeit und können die Entwicklung der Ladeinfrastruktur in den einzelnen Ländern unterstützen. 59 Prozent der deutschen Elektroautofahrer denken, dass die Ladeinfrastruktur in ihrem Land gut ausgebaut ist. Sieben von zehn (potenziellen) Elektroautofahrern in Europa denken, dass die Ziele einer verbesserten Ladeinfrastruktur in der EU erreicht werden können. Mehr dazu finden sie hier.

 

Schnellladen wird in den vier befragten Ländern am häufigsten an Tankstellen und Raststätten (61 Prozent*) sowie an öffentlichen und gewerblichen Parkplätzen (53 Prozent*) genutzt. Der Verfügbarkeit von Schnelladestationen an diesen Orten stellt also für alle befragten E-Fahrer der vier Länder eine Notwendigkeit dar.  

 

45 Prozent der potenziellen E-Fahrer in Deutschland sind bereit, mehr zu bezahlen, wenn ihr Auto schneller geladen wird. Im Vergleich zu 2020 sind mehr deutsche E-Fahrer mit den Unterschieden zwischen normalem Laden und Schnellladen vertraut (64 versus 77 Prozent).

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E-Fahrer schätzen Aspekte wie klare Angaben zu den Ladegebühren und die Benutzerfreundlichkeit von (Ultra-)Schnellladegeräten

Deutsche E-Fahrer erwarten, dass (Ultra-)Schnellladegeräte ihnen alle notwendigen Funktionen bieten, um das Laden so einfach wie möglich zu gestalten. So nennen 44 Prozent* klare Angaben zu den Ladegebühren als wichtigstes Merkmal, gefolgt von der Benutzerfreundlichkeit (35 Prozent*), der Möglichkeit, eine Station schon von weitem zu erkennen (23 Prozent*) und der Anzeige des Ladestatus (32 Prozent*).

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„Die Ergebnisse des diesjährigen EVBox Mobility Monitor bestärken uns in unserer Überzeugung, mit allen am Thema Beteiligten zusammenzuarbeiten, um den Übergang zu einer nachhaltigen Mobilität für alle zugänglich zu machen. Zukünftige Elektroautofahrer in Deutschland sehen die Notwendigkeit von Elektroautos und den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur und haben Vertrauen in die Pläne der Europäischen Union dazu. Darüber hinaus wird erwartet, dass Unternehmen und Betreiber von Ladestationen (Charging Port Operators, CPOs) ihre entscheidende Rolle bei der Verkehrswende ernst nehmen und nachhaltige Entscheidungen unterstützen – zum Beispiel durch mehr Schnellladestationen entlang der Straße. Das erhöht die Bereitschaft der Menschen, früher auf Elektroautos umzusteigen. Gemeinsam mit CPOs, Tankstellenbesitzern und anderen Unternehmen müssen wir sicherstellen, dass diese Ziele erreicht werden. Deshalb arbeiten wir ständig an der Verbesserung unserer (Schnell-)Ladelösungen. Sie müssen mit dem Geschäft unserer Kunden wachsen, ein modularer Aufbau ist absolut notwendig, um die von den Befragten genannten Anforderungen zu erfüllen. Hermann Winkler (Regional Director bei EVBox)

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Normales und schnelles Laden erklärt

Zu Hause kann man die Reichweite seines Autos durchschnittlich um bis zu 60 km in einer Stunde erhöhen, beim schnellen Aufladen um 250 km in 30 Minuten und beim ultraschnellen Aufladen (bis zu 350 kW) sogar um 400 km in 15 Minuten – je nach Fahrzeugtyp, Ladegerät usw. Erfahren Sie hier mehr über den Unterschied zwischen AC- und DC-Laden.

Sehen Sie sich den vollständigen EVBox Mobility Monitor Report an

Zur besseren Verdeutlichung der Ergebnisse hat EVBox einen Bericht zur Rolle von Unternehmen und Betreibern bei der Umstellung auf nachhaltige Mobilität erstellt. Dieser basiert auf den Ergebnissen des EVBox Mobility Monitor 2022. Den ganzen Bericht können Sie hier einsehen.

Über den EVBox Mobility Monitor

Der EVBox Mobility Monitor ist eine jährliche Studie zur Verbreitung der Elektromobilität, die in Zusammenarbeit mit Ipsos in durchgeführt wird. Die diesjährige Umfrage wurde in vier europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien) mit einer Stichprobengröße von 4.028 Befragten durchgeführt, darunter 449 Fahrer von Elektrofahrzeugen. Die E-Autofahrer umfassen Hybrid-, PHEV- und BEV-Fahrer. In einigen Fällen wurden Hybrid-Fahrer von der E-Autofahrer-Basis ausgeschlossen.

Potenzielle E-Autofahrer sind Befragte, die angaben, dass sie entweder definitiv oder höchstwahrscheinlich in ein EV investieren würden, wenn sie den Kauf ihres nächsten Autos in Betracht ziehen.

 

●      PEV: Plug-in-Hybrid-Elektroauto, das an einer Stromtankstelle geladen werden kann

●      BEV: Batterieelektrisches Auto, 100 Prozent elektrisch

●      Hybridautos: Kombination aus Strom und Kraftstoff

 

*Begrenzte Anzahl von Beobachtungen, ausführliche Informationen über die Datengrundlage der einzelnen Fragen finden Sie in unserem vollständigen Bericht hier.

Über EVBox

EVBox wurde 2010 gegründet und unterstützt zukunftsorientierte Unternehmen bei dem Aufbau einer nachhaltigen Zukunft, indem es flexible und skalierbare Ladelösungen für Elektroautos anbietet. Mit dem Angebot an privaten, gewerblichen und schnellen Ladestationen sowie einer skalierbaren Software für das Lademanagement sorgt EVBox dafür, dass Elektromobilität für alle zugänglich ist. Das Unternehmen hat bereits mehr als 400.000 Ladeanschlüsse an Kunden und Partner geliefert und wickelt monatlich mehr als 1,4 Millionen Ladetransaktionen über die EVBox Everon Lademanagement-Software ab. Mit der Unterstützung von ENGIE ist EVBox führend in der Forschung und Entwicklung und verfügt über Einrichtungen in ganz Europa und Nordamerika, die innovative Ladetechnologien für Elektroautos entwickeln.


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